Von Niedersteinbach nach Wissembourg

Die Reise heute war nur kurz, sehr gut für mich, ich habe einfach keine Lust auf viele Kilometer. Mit denen tobe ich mich in Marokko aus, hier möchte ich nur kurze Strecken fahren. Es ging also zunächst zum Cave de Cleebourg, einem Weingut, in dem ich mich und meine Familie regelmäßig eindecke.

Dann weiter nach Weißenburg, wie es auf Deutsch heißt, und in den Supermarkt. Morgen soll es ja wieder nach Hause gehen und da möchte ich mich doch noch mit einigen französischen Leckereien eindecken. Vor allem auch mit Wasser und Orangensaft, für das ich hier kein Pfand zahlen muss. Ich hasse das Flaschenpfand, auch wenn ihr mich dafür steinigt, ich umgehe es, so viel eben möglich.

Dann weiter zu meiner Unterkunft. Auch hier hatte ich wieder ein Apartment gebucht. Auf dem Foto sah es eher ein wenig altbacken aus, aber als ich ankam, ich durfte schon um 13 Uhr einchecken, war ich total begeistert. Es ist eigentlich eine Einliegerwohnung in einem Einfamilienhaus, etwas erhöht, mit einer Terrasse davor, von der aus man einen herrlichen Blick hat. Das Innere war mit viel Nippes ausstaffiert, aber gemütlich und liebevoll. Ich habe mich sofort wohlgefühlt und wäre am liebsten ein paar Tage geblieben. Das nächste Mal! Zur Innenstadt und zur Bäckerei waren es nur 500 Meter.

Ab aufs Rad

Aber auch heute habe ich eine Radtour eingeplant, der 7. Tag in Folge: Von Wissembourg durch die Weinberge und zurück durchs Weintor von Schweigen. Diese Tour sollte 40 km lang sein, eine Strecke, die ideal für mich ist. Es ging hauptsächlich auf deutscher Seite sehr viel durch die Weinberge, hinauf und hinunter, was ich in den letzten Tagen nicht mehr gewöhnt war. Doch dann schaute ich aufs Komoot-Display, 20 km gefahren, noch 40 km bis zum Ziel. Das darf ja nicht wahr sein. Da muss ich mich irgendwann verfahren habe. Und da die Tour doch etliche Steigungen hatte, der Untergrund auch nicht immer schön asphaltiert war, beschloss ich abzukürzen und den direkten Weg zurück nach Weißenburg zu fahren. So waren es am Ende 35 km. Und von allen Touren, die ich in den letzten Tagen gemacht habe, die am wenigsten schöne. Straßburg hat mich verwöhnt.

Am Abend fuhr ich noch ein wenig durch die Stadt. Aber ich merkte, dass mich diese Woche mit täglich etwa 50 km Radfahren doch etwas ausgelaugt hat, ich blieb nicht lange und für die Restaurants war es auch noch zu früh. Ich setzte mich auf meine schöne Terrasse und verpflegte mich selbst.

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