Archiv der Kategorie: Zu Hause

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Ich glaube, ich werde gleich sehr melodramatisch und persönlich. Sitze im Flieger auf dem Weg nach Hause und reflektiere natürlich über mein Projekt. Und über mein Leben. Zuerst mal, es war auf jeden Fall das Beste, das ich in dem Corona Jahr gemacht habe. Und ich hätte es auf jeden Fall schon sehr viel früher machen sollen.

Auf dem Hinweg habe ich mich ja noch sehr als Pionier gefühlt, als jemand, der Neuland entdeckt. Was ich ja auch gemacht habe. Die Rückkehr ist sehr viel weniger aufregend. Zunächst mal die Fakten. Deutschland hat kürzlich seine Einreisebestimmungen geändert und erlässt nun den voll Geimpften sowohl den negativen Test vor Einreise als auch die Quarantäne. Richtig so. Damit habe ich auch gerechnet. Übrigens, ich habe keinem einzigen Deutschen die Impfdosen weggenommen, ist doch auch etwas!

Zunächst galt es Koffer packen. Ich habe in Daytona ja voll den Einkaufsrausch ausgelebt, nach einem Jahr Enthaltung, allerdings nicht ganz so vollkommen, wie ich es gerne getan hätte. Denn meinem Eindruck nach haben zwar alle Geschäfte geöffnet, aber mit dem Nachschub hapert es. Im Grunde gab es die gleichen Kleidungsstücke wie im letzten Jahr, die Auswahl war gering und die Regale leer. Hängt wohl auch mit Corona zusammen. Trotzdem war es nicht ganz einfach, die Gepäckbestimmungen zu beachten. Als ich meinen Koffer zupresste und hochhob, war er gefühlt 30 kg schwer. Die Waage zeigte 21, kam mir schleierhaft vor. Als meine Abholer kamen und den Koffer ins Auto schleppten äußerten sie die gleichen Bedenken. Xmal gewogen, es blieb bei 21. Und schließlich im Flughafen waren es 48 pound. Stimmt also ungefähr.

Daytona ist ja ein kleiner Regionalflughafen und ich war neugierig, ob man nach dem Impfausweis fragen würde. Ich hatte ein Basic Ticket für den Rückflug gebucht, wo man erst beim Check in seinen Koffer anmelden muss und auch erst am Gate seinen Sitz bekommt. Also war ich neugierig, ob man mich nach einem negativen Test oder Impfausweis fragt, was ja innerhalb USA nicht vorgeschrieben ist. Und ja, man tat es. Dann kam ich nach Atlanta und ging zum Gate wegen dem Platz. Vor dem Gate, wo man ja normalerweise nicht mehr an den Schalter muss wenn man seine Bordkarte hat, eine kleine Schlange. Ich muss ja hin, wegen dem Sitz. Doch sehr langsam ging mir auf, dass diesmal jeder dorthin muss. Um eben wegen den Einreisebedingungen von Deutschland seine entsprechenden Papiere vorzuweisen. Ich hatte ja alles beisammen und die Dame atmete richtig auf, als ich ihr zack meine CDC Karte und die deutsche Einreiseanmeldung auf den Tresen legte. Viele andere hatten das nicht parat und so wurde die Schlange auch immer länger, vor allem weil den meisten erst sehr spät klar wurde, dass alle an den Schalter müssen.

Dann konnten wir boarden und nicht wie sonst in den berühmten Gruppen, sondern jeder, der seine Papiere deklariert hatte, konnte gleich rein. Ein Riesenaufwand. Im Flieger stellte sich raus, dass nur etwa die Hälfte besetzt war, ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie lange das dauern würde, wenn das Ding voll besetzt ist.

Im Flieger selbst ging es locker zu, knapp die Hälfte besetzt, aber immer noch mehr als auf meinem Rückflug im Coronajahr , als die Pandemie eben begann und ich über London zurück musste. Jeder konnte sich frei einen Platz ohne Nachbarn suchen. Interessant, dass tatsächlich die meisten Passagiere Amis waren, keine Deutschen, obwohl sie doch eigentlich immer noch nicht nach Deutschland einreisen dürfen.

Aber ich sprach von melodramatisch. Und das kam durch den ersten Film, den ich mir ansah. Eigentlich mag ich keine Filme, tat mir auch schwer mit der Auswahl, und entschied mich schließlich für den Film „In Translation“ mit Bob Murray. Der war echt schön. Aber eben melodramatisch. Man denkt dann automatisch an sich selbst, man möchte auch einfach mal so etwas Schönes erleben. Wie zwei Menschen sich näher kommen und eine wunderbare Zeit haben. Die wirklich in die Tiefe geht. Ja, das fehlt mir. Diese oberflächlichen alten Herren, die im Grunde sich nach eine jungen Pflanze umsehen, die sich mit mir ganz sicher nicht mehr beschäftigen wollen, aber diese junge Pflanze eben auch nicht finden. Okay, Bill bekam auch nicht die schöne Junge, aber er wollte ja auch nicht. Es war ein sehr gefühlvoller Film, der mir gut gefiel.

Ach ja. Aber es ist nunmal so, dass ich zwar nicht jung bin, aber ganz viel Aufregendes tue. Wie eben nach USA zu fahren wenn man es gar nicht darf. Und da jemand ebenbürtigen zu finden, der es mir gleich tut ist schwer. Freunde habe ich ja, und meine deutschen Freunde haben es mir gleich getan, auch sie sind über den Umweg DomRep nach Florida gefahren, und haben mich heute zum Flughafen gebracht. Und werden nächste Woche sogar ein paar Tage in meinem Haus wohnen.

Warum? Das ist ganz einfach. Sie haben den Urlaub so geplant, dass der eine, der noch arbeitet und deshalb Urlaubstage nehmen muss, zu Hause eine Quarantäne eingeplant hatte, bevor es zurück zur Arbeit ging. Zunächst konnte ich ihn überzeugen, sich in USA impfen zu lassen, so rechtzeitig, dass er genau dann in Deutschland ankommt, wenn die 14 Tage Frist nach der Impfung vorbei sind. Sein Begleiter dagegen weigerte sich, hatte Bedenken vor der Impfung. Drei Tage hat es gedauert, bis wir auch ihn überzeugen konnten. Was bedeutete, dass er zu Hause doch noch ein paar Tage in Quarantäne muss, bis die Schutzfrist um ist. Also wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, der Rückflüge wurden um die ursprüngliche Quarantänezeit verlängert und so kommt auch der andere in den Genuss der weggefallenen Quarantäne.

Ach ja, sie wurden natürlich mit dem einmaligen J&J geimpft, nur das ist ja in der kurzen Zeit vollkommen abgeschlossen. In USA bekommt man seinen Termin sofort und kann das Produkt auch noch auswählen.

Ja, bloß, ihr Haus war ab dem Zeitpunkt bereits vermietet und sie hätten auf der Straße gestanden. Nun wohnen sie bei mir. Und sie sind nicht die Einzigen. Kurz vor Abflug war ich noch in meiner Lieblingsbar, um mich von Freund Bob zu verabschieden. Er fragte mich, ob ich nicht mein Haus vermieten wolle. Nein, will ich nicht. Erzählte, dass es jemanden gäbe, dessen Wohnung von schlimmem Schimmel befallen sei und der deshalb ganz dringend etwas Neues suche, und das in einer Zeit, wo der Wohnungsmarkt in Florida absolut verrückt ist. Ich war keine 24 Stunden im Land, da erhielt ich zwei SMS auf mein amerikanisches Telefon mit Anfragen von Maklern, die mein Haus wollten und sofort ein Angebot abgeben wollten. Die Preise sind völlig überhöht. Und dieser Bekannte suchte etwas für einige Monate, um in Ruhe dann nach etwas langfristigem Ausschau zu halten. Bob gab mir seine Businesskarte und was mich überzeugte war der Beruf. Baumeister und Renovierer von Häusern. Solche Leute sind Gold wert, die muss man sich zum Freund machen. Nun werden wir mal sehen, wie dieses Projekt läuft.

Und nun lehne ich mich entspannt im Flieger zurück und genieße meinen Baileys auf Eis.

Mir reichts!

Heute wieder Schneeschauer vor der Tür, so geht es nicht weiter. Und die Maßnahmen unserer grandiosen Regierung sind ja auch zum Weglaufen, nichts haben sie im Griff. Meine Fluchtpläne nehmen Gestalt an. Schon lange sind sie in Vorbereitung, wurden aber von den Folgen meines Sturzes auf Glatteis verzögert. Und nun muss ich jeden Tag fürchten, dass noch neue Regelungen unserer tollen Regierung dazu kommen. Aber nein, die wollen sich erst am Montag wieder treffen, und bis dahin bin ich weg!!!!!

Juhu. Wohin es geht und wie lange ich wegbleibe? Das werdet ihr erst so nach und nach erfahren. Auf jeden Fall an einen Ort mit einem besseren Krisenmanagement.

Gesundheitsbericht II

Also die letzte Meldung war doch etwas zu optimistisch. Es ging dann erstmal wieder stark bergab. Aus der geplanten Kayakfahrt wurde eine Odyssee bei Ärzten. Ich schreibe das hier, weil es vielleicht noch andere Leute gibt, denen ähnliches passieren kann. Im Internet habe ich wenig Berichte darüber gefunden, erst meinem Sohn ist es gelungen, genau das richtige zu finden:

https://www.internisten-im-netz.de/aktuelle-meldungen/aktuell/schon-kleine-verletzungen-koennen-blutgerinnsel-ausloesen.html

Bei meinem nächsten Besuch beim Orthopäden brummte dieser erneut ziemlich stark, weil er etwas fand, das ihm überhaupt nicht gefiel. Er organisierte sofort einen Termin für mich zum MRT und dort bestätigte sich der Verdacht, durch die Verletzung war eine Thrombose ausgelöst worden. Inzwischen war es Abend geworden, aber er schärfte mir ein, sofort noch eine Heparinspritze aufzutreiben. Die Apotheke in seinem Haus hatte keine. Es war nicht einfach, ich wollte es auf den nächsten Morgen verschieben, aber er bestand darauf, dass es noch an diesem Abend geschieht, ansonsten kann eine lebensgefährliche Lungenembolie auftreten. Gesagt, getan.

Am nächsten Morgen dann noch ein Besuch beim Hausarzt, der mir ein Rezept für weitere Heparinspritzen in die Hand drückte. Die soll ich mir selbst verpassen. Ich? Ich, die ich vor Spritzen solche Angst habe, dass ich die Augen fest zudrücke und noch den Kopf abwende? Niemals! Da fiel mir meine 80jährige Nachbarin ein, die examinierte Krankenschwester ist. Mein Hausarzt meinte, wenn sie noch klar im Kopf ist kann sie das. Marlies klar im Kopf? Die ist topfit und rennt ja oft mit mir durch den Wald. Also nett gefragt und seitdem gehe ich morgens zu ihr, wie eine Visite im Krankenhaus, kann berichten und dann sticht sie mich so sanft, dass mein Bauch nur einen einzigen blauen Fleck hat, und das ist der Einstich vom ersten Notarzt. Schön wenn man gute Nachbarn hat.

Nun sollte ich aber auch Kompressionsstrümpfe bekommen. Ich bin ja auch ein wenig eitel und solche hässlichen Strümpfe mag ich gar nicht. Mein Sohn sagte, er hätte noch Kompressionsstrümpfe vom Marathon. Das klingt sportlich und schön sind sie auch. Also habe ich mich aufs Rad gesetzt und bin zu ihm gefahren. Ging neulich ja sehr gut. Aber da hat sich inzwischen doch einiges geändert durch die Thrombose und ich hatte Schmerzen danach. Von da an ging es täglich schlechter, an Laufen oder Radfahren war nicht mehr zu denken.

Gestern nun hatte ich einen Termin im Venenzentrum. Die Diagnose Thrombose wurde bestätigt, aber zum Glück werden nun die Spritzen durch Tabletten ersetzt. 3 Monate lang muss ich dieses Blutverdünnungsmittel nun nehmen und die Packung hat mal schnell 320 Euro gekostet! Außerdem empfahl mir der Arzt, nun doch medizinische Strümpfe zu bestellen, was ich auch getan habe. Inzwischen geht das Laufen ein wenig besser und vielleicht versuche ich heute mal wieder aufs Rad zu kommen. Aber ein Nachteil gibt es doch. Morgens nehme ich nun eine Tablette statt der Spritze, aber diese fragt mich nicht wie Marlies nett nach meinem Befinden und ich kann berichten.

P.S. Der Fluchtplan ist aber noch immer in Arbeit. 15 Tage müsst ihr noch warten, bis ihr etwas darüber erfahren werdet.

Coronaunfall

Gibt es noch etwas Schlimmeres als Corona? Ja, verletzt sein in Coronazeiten. Noch in den eisigen Tagen bin ich Freitag im Wald auf Glatteis ausgerutscht, es hat mir einfach die Füße weggezogen und blitzschnell lag ich auf meinem Po, die Beine ausgestreckt, aber das rechte Bein fühlte sich irgendwie verdreht an. Zuerst konnte ich überhaupt nicht aufstehen. Es tat sauweh und mir war schlecht. Irgendwann dann hob ich mich hoch und klammerte mich an einen Baum. Rief Nachbar Aleksander an. Er war aber mit dem Auto unterwegs.

Es dauerte schon eine Weile, bis ich in der Lage war, an den etwa 2 km langen Rückweg zu denken. Ich humpelte los, irgendwie. Aleksander rief an und sagte, er sei auf dem Weg, will mich abholen. Ich übermittelte meinen Standort, aber es würde eh noch eine Weile dauern, bis er da ist. Mit Auto bin ich ja mitten im Wald nicht zu erreichen. Also weiter. Und nach meinen ersten Glatteisunfall vor 2 Wochen weiß ich ja auch, ich sollte in eine Ambulanz gehen. Aber wohin? Hat Taunusstein sowas? Ich rief also die berühmte 116117 an, die durch das Impfen ja bekannt wurde. Und so wurde ich auch gleich vom Automat gefragt, ob ich einen Impftermin wünsche oder ein gesundheitliches Problem habe. Habe ich. Dann hieß es, in Notfällen lieber gleich die 112 wählen. Naja, um Leben und Tod ging es ja noch nicht. Also blieb ich dran, bis mir dann freundlich mitgeteilt wurde, dass ich in der Warteschlange an Platz 15 sei. Humpel, humpel, weiter geht’s. Das Handy in der Tasche zählte brav die Warteplätze ab und irgendwann bog ich auf die letzte Etappe vor der Heimat ein. Dann geschahen zwei Dinge fast gleichzeitig, ich war auf Platz eins und eine freundliche, echte Dame fragte nach meinen Problemen. Ich erfuhr, dass ich in die Ambulanz soll, aber weder gibt es so etwas in Taunusstein noch hat sie bereits geöffnet, es war zwei Uhr. Und ja, mein Hausarzt hat weder nachmittags geöffnet noch ein Röntgengerät. Und dann kamen Aleksander und Hund Elvis um die Ecke. Eingehakt bei ihm kam ich im Grunde auch nicht besser voran, aber fühlte mich nicht mehr so allein.

Zuhause dann erst mal auf die Couch. Und dann doch in die Ambulanz von Wiesbaden. Dort ist natürlich Hochsicherheitstrakt. Am Empfang fragte man mich, ob ich Corona Symptome habe, musste einen Bogen ausfüllen und durfte dann in den grünen Bereich, statt in den roten Coronatrakt. Man röntgte mich und fand, dass zumindest die Knochen heil geblieben seien. Ich soll einfach mal zwei Wochen abwarten, ob die Schmerzen zurück gehen, wenn nicht dann zum MRT. Außerdem verpasste man mir Krücken.

Mit den Krücken also zurück zum glücklicherweise in der Nähe geparkten Auto. Auto fahren kann ich gut, aber dass ich mir mit den Krücken nicht noch beide Beine brach, ist ein kleines Wunder. Mit den Dingern komme ich überhaupt nicht zurecht und sie landeten dann auch sehr bald in der Ecke.

So ging es also übers Wochenende. Und nun muss ich euch auch noch ein Geheimnis verraten. Am Sonntag war ja ein Date vorgesehen. Wir wollten durch den Wald laufen. Was auch sonst. Also sagte ich die 10 km ab, aber bestätigte den Kuchen danach. Im Moment brauche ich jede Abwechslung. War ganz nett. Aber am Montag rief ich doch lieber meinen Orthopäden an. Zum Glück habe ich ja nur gute Ärzte und bekam sofort einen Termin. Holte schnell die Röntgenbilder ab und fuhr los. Auf den Bildern sah der Gute nichts, an meinem Bein auch nicht, aber als er dann die Mikrowelle einsetzte, sorry, natürlich, den Ultraschall, schrie er vor Schreck. Ich übrigens auch. Es war ein ziemlich großer Muskelfaserriss. Okay, und was nun? Ganz einfach, Ruhe, Ruhe, Ruhe. Kein Sport, keine Belastung. Zinkleimverband.

Zwar fühlte ich mich mit dieser Verletzungsursache wie ein hochdotierter Fußballer, aber so richtig hilft mir das auch nicht. Seitdem bin ich wirklich wie ein Tiger im Käfig, als den ich mich ja schon länger fühle. Bisher konnte ich aber meinen Frust in den Taunuswäldern ablaufen und nun geht gar nichts mehr. Das gemeine ist, es tut kaum weh. Eigentlich könnte ich ganz gut laufen. Ich bin ja leistungsorientiert, möchte eigentlich jeden Tag üben, immer ein bisschen mehr, bis wieder alles gut ist. Und genau das wurde mir verboten. Ich wimmerte, kann ich nicht zumindest ein wenig eBike fahren? Nein, absolut nicht. Und nun steht der Frühling draußen vor der Tür und ich muss mir das von innen anschauen. Wer holt mich hier raus?

P.S. Am Fluchtplan wird weiter gearbeitet.

Wintersportparadies Wehen

Wehen liegt nur 8 km außerhalb von Wiesbaden, ist aber ein ziemlich unbedeutender Ortsteil des ebenso unscheinbaren Taunussteins. Und da Taunusstein viele Ortsteile hat, die irgendwann einmal zusammengeschmiedet wurden, gibt es auch kein richtiges städtisches Zentrum und keinen Grund nach Wehen zu kommen.

All das hat sich an Weihnachten geändert. Denn plötzlich schneite es. Wehen liegt auf 450 m im Taunus im Gegensatz zum eher warmen Wiesbaden auf 180 m und ist umgeben von Wald. Und der Schnee blieb liegen im Gegensatz zu dem warmen Wiesbaden. Und wir haben Corona. Lockdown, Kontaktbeschränkungen, kein Tourismus und gelangweilte Kinder auf der Couch. Und die wollen raus. Zwischen Wiesbaden und Wehen liegt die Platte, sozusagen der Hausberg der Stadt mit einer Wiese zum Schlittenfahren. Was liegt näher als dorthin zu fahren mit seinen Kindern.

Es gibt eine Menge Parkplätze an der Platte, aber eben doch nicht genug. Die Leute suchten sich irgendwie einen Platz. Ich war jeden Tag dort und habe es gesehen. Und als dann auf der Platte kein Platz mehr war bzw. die Polizei die Zufahrt abgesperrt hat, fuhren die Leute einfach weiter zur nächsten Ausfahrt und das ist eben Wehen. Gleich in der ersten Straße ist ein kleines Industriegebiet, da ist am Wochenende absolut nichts los, und da haben sie geparkt.

Den Aufschrei hättet ihr hören müssen. Den Aufschrei der besorgten Bürger. Das geht doch gar nicht, es ist doch Corona und in unseren Wald dürft ihr schon gar nicht. Der Bürgermeister wurde gerufen und schließlich wurden täglich 2 Polizeifahrzeuge an die Platte gestellt und alle Zufahrtswege in den Wald gesperrt.

Die Begründung war: zugeparkte Rettungsgassen, zerstörte Äcker, vollgeschissene Wälder, Coronaausbreitung durch zu wenig Abstand. Da kann man ja starke Maßnahmen auffahren, mich wundert, dass nicht noch das Militär gerufen wurde. Der im Winter nicht benötigte Tennisplatz wurde aufgerufen, seinen Parkplatz zu sperren, was dieser glücklicherweise nicht getan hat.

Meine Beobachtung dazu: Die Leute waren glücklich, die Kinder erst recht. Und sie brauchen die Bewegung an der frischen Luft. Ich habe null zugeparkte Rettungswege gesehen, Äcker haben wir dort schon gar nicht, und die Familien blieben zusammen und hielten Abstand von den anderen.

Ein Kritikpunkt allerdings ist berechtigt, und das sind die vollgeschissenen Wälder. Doch hat das weder mit Corona zu tun noch mit den Ausflüglern, sondern einfach mit der Stadt, die nicht entsprechend vorsorgt. Die Platte ist eines der wichtigsten Ausflugsgebiete von Wiesbaden und dennoch gibt es dort noch nicht mal einen Papierkorb, geschweige denn eine öffentliche Toilette. Schnee und Corona beiseite, hier sind immer sehr viele Ausflügler, aber nirgendwo ist eine Möglichkeit, sein Bedürfnis zu erledigen.

Ich bin täglich im Wald und meistens alleine auf den Wegen. Aber plötzlich hat sich das vollkommen geändert. Plötzlich sind wir ein richtiger Wintersportort. Überall spazierten Menschen, bauten Schneemänner und –frauen. Ich genderisiere hier nicht, sondern es wurden wirklich auch Schneefrauen gebaut. Und ich hatte so viele nette Gespräche. Ich habe die „Fremden“ freundlich angesprochen, wenn sie den Weg nicht kannten, habe meine Winterwelt mit ihnen geteilt und viele schöne Erlebnisse gehabt. Es schadet keinem, wenn man im Wald spazieren geht. Sie gingen familienweise und nicht in Gruppen und es war einfach schön.

Herzlich willkommen ihr Ausflügler.

Mein Weg zur Traumfigur

Angefangen hat es im April 2020. Ich war noch in Florida, aber hörte regelmäßig den Podcast von Professor Drosten zur Corona Pandemie. Und an dem Tag hat er die Fitness Tracker erwähnt. Im Zusammenhang mit einer Datenspende, wo man die Daten zur Forschung spenden könnte. Das hat mich so sehr interessiert, dass ich zunächst das Internet nach so einem Tracker durchforstet habe und dann zu Walmart gefahren bin. Ich fand dort, mitten im ersten Corona Lockdown, den Fitbit Tracker zu ermäßigtem Preis. Und seitdem trage ich ihn. Und seitdem treibt das kleine Ding mich zu Höchstleistungen an.

Seit bestimmt 3 Jahrzehnten habe ich Gewichtsprobleme. Immer geht mein Gewicht hoch, bin ich zu fett, immer wieder versuche ich eine Diät, es klappt auch, für eine gewisse Zeit. Und dann wieder Ende. Immer auf leckere Dinge, die man mag, verzichten zu müssen, ist nicht so ganz leicht. Ein langfristiger Erfolg war mir nie beschieden.

Schon vor dem Tracker achtete ich auf meine Ernährung. Nicht zu viel, Low carb, und vor allem auch viel Bewegung. Im April 2020 wog ich 75 kg und war von den Menschen als normalgewichtig angesehen, sportlich. Ich hatte schon bemerkt, dass ich, je älter ich wurde, desto weniger Nahrung brauchte. Am Abend gab es zum Beispiel einen Teller mit Käsewürfeln, Obststücken und Nüssen. Aber immerhin doch einen Teller voll. Es dauerte Jahre, bis ich mich an geringere, meinem Alter entsprechende Portionen gewöhnt hatte.

Mit dem Tracker fand ich schnell heraus, dass es verschiedene Ziele gab, die innerhalb eines Tages erfüllt werden mussten. Das sind:

  • 10.000 Schritte
  • 30 aktive Minuten (was das Gerät so als aktiv ansieht)
  • Pro Stunde zwischen 8 und 19 Uhr mindestens 250 Schritte
  • Verbrauch von 2101 Kalorien

Ganz schnell wurden mir diese Ziele sehr wichtig. Wenn ich am Nachmittag von einem dieser Ziele noch entfernt war schwang ich mich aufs Fahrrad und fuhr los. Oder lief um die Ecken.

Zusätzlich setzte ich mir noch ein anderes Ziel. Es gibt ja das Intervall-Fasten. Das normale zum Abnehmen ist 8/16. Das bedeutet, während 8 Stunden am Tag kann man essen, was man möchte, die anderen 16 Stunden gibt es nichts. Das wollte ich nicht, denn eigentlich war ich mit meinem Gewicht zufrieden. Gut, 1, 2 Kilo könnte ich noch verlieren, aber es ist nicht so vordringlich. Also verlegte ich mich auf das 12/12 Fasten. Das bedeutet, ich frühstücke morgens so zwischen 7 und 8 Uhr und esse abends vor 19 Uhr das letzte. Das war mein Ziel.

Im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, dass ich das Abendessen so gar nicht brauchte. Nun sieht es so aus, dass ich etwa um 7:30 Uhr frühstücke, bin ja ein Morgenmensch, und das letzte noch vor 18 Uhr esse. Und ich kann echt essen, was ich möchte, brauche auf nichts zu verzichten. Dazu gehören auch Süßigkeiten und Kuchen. Und nur so kann ich es für eine lange Zeit einhalten. Ein normaler Tag sieht so aus:

Frühstück mit gekochtem Ei und einem Brötchen, aber dick mit Butter und Marmelade, dazu Kaffee und Orangensaft. Gegen 11 Uhr ein schöner Latte mit 2 Keksen oder Pralinen. Zwischen 14 und 15 Uhr gibt es ein ausführliches Mittagessen, wirklich auf was ich gerade Lust habe und auch ausreichend viel, und ganz bestimmt gibt es dazu noch einen Nachtisch. Auch durchaus ein Glas Wein, Alkohol ist mir nicht verboten. Am Abend habe ich dann oft keinen Hunger mehr, je nachdem was es zu Mittag gab, wenn doch, dann gibt es ein kleines Tellerchen mit einigen Käsewürfeln und Nüssen, einem Apfel oder auch jetzt im Winter einen Glühwein und 8 Maronen. Im Sommer eher ein Cocktail und paar Erdnüsse. Damit bin ich vollkommen satt, es bleiben keine Wünsche mehr offen.

Was nun meine Gewicht betrifft, seit April 2020 ist es ganz langsam herunter gegangen auf nun 66 kg. Mit wären sogar 68 kg immer noch recht. Ich habe meine Traumfigur und bin glücklich damit.

Umweltverschmutzung

 

Wir Deutschen sind ja viel umweltbewusster, grüner und nachhaltiger als zum Beispiel die Amerikaner. Das glauben wir zumindest. Ich war heute auf der Platte oben, dem Hausberg von Wiesbaden, einem Ort wo am Wochenende hunderte von Menschen zusammenkommen, um die Aussicht zu genießen und spazieren zu gehen. Auch in der Woche ist immer was los, besonders für die Radfahrer ist das ein beliebter Stopp. Am Wegrand erregte eine Plastikschüssel meine Aufmerksamkeit, eine schöne, stabile Schüssel und ich wollte wissen, was es damit auf sich hat. Es war eine Verpackung für ein Essen zum Mitnehmen von Vapiano, dazu Servietten, Besteck, Papierbeutel, alles achtlos auf den Weg geworfen. Zwar war es beileibe nicht der einzige Abfall, der herumlag, aber ich wollte doch zumindest die Dose in einen Müllcontainer werfen, damit das Plastik nicht für Jahrhunderte die Umwelt belastet. Doch dann begann die Suche. Auf der ganzen Platte oben, wo sich immer so viele Menschen einfinden, gibt es kein einziges Müllbehältnis. Mal ganz zu schweigen vielleicht auch von einer Toilette. Und genau hier kommen die USA ins Spiel. Ich kenne hauptsächlich Florida, da dies meine zweite Heimat ist. Dort gibt es überall in Ausflugsgebieten Parks, wo die Menschen spazieren gehen, mit angelegten Trails, mit kompletten Toilettenanlagen mit fließend Wasser, natürlich kostenlos, mit Picknicktischen und Bänken, Trinkwasserbrunnen und Spielplätzen. Und natürlich auch mit Abfallbehältern, alles ist gepflegt und wird aus Steuergeldern bezahlt. Da kann sich Deutschland eine Scheibe abschneiden.

Ich hätte jetzt gerne den Müll aufgesammelt, aber ich hatte noch weit zu laufen und keinen Beutel dabei. Was es in Florida auch gibt sind zahlreiche Umweltorganisationen oder auch städtische Stellen, wo Freiwillige (mich eingeschlossen) zusammen kommen und den Abfall aufsammeln, zum Beispiel am Strand, um zu verhindern, dass so viel Plastikmüll ins Meer kommt. Tonnen haben wir schon gesammelt.

Das ist in Deutschland selten. Natürlich kann ich alleine in den Wald gehen und Müll sammeln, dann streife ich mit einem großen Sack wie ein Waldschrat durch den Forst  und werde von den Spaziergängern als Sonderling angesehen. Gerne würde ich hier im Taunus bei so etwas mitmachen, aber es müsste schon eine Gruppe sein. Dann macht das Spaß und ist ein Vorbild für andere, nichts in den Wald zu werfen.

Heute hat es damit geendet, dass ich zumindest das Plastikbehältnis mit nach Hause nahm zur Entsorgung. Natürlich werden jetzt alle sagen, jeder muss halt seinen Abfall wieder mit nach Hause nehmen. Das ist schon wahr, aber wir wissen, dass es nicht jeder tut. Haben wir jedoch eine ordentliche Infrastruktur mit Abfallbehältern wird sicher etwas weniger Müll in die Landschaft gekippt. Und wir brauchen auch eine Toilettenanlage auf der Platte.

Die Dose

Toilettenanlage entlang eines Bike Trails

Ein Lob auf den Online-Handel

Ja, mir tun die Geschäfte leid in der Innenstadt und ich will auch nicht, dass sie verschwinden. Aber leider werden sie verschwinden, weil sie einfach den Service, den der Online Handel bietet, nicht erbringen können. Ich kann nur jedem Händler raten, über eine Verlagerung seines Geschäftes ins Internet nachzudenken und neue Konzepte zu entwickeln.

Im konkreten Fall ging es um eine Radfahrhose für den Winter. Schon im Oktober suchte ich so etwas und zunächst im lokalen Geschäft 200 m von meinem Haus entfernt. Sie hatten nur eine einzige Hose, Markenware und sehr gut, aber 180 Euro! Ich fiel da erst mal kurz in Ohnmacht. Suchte dann noch zwei weitere Läden auf, fuhr dazu etwa 50 km und erreichte nichts. Also bei Amazon bestellt, nur 30 Euro, das Geschenk gut angekommen.

Später erzählte ich aber von der teuren Hose und sah die Augen meines Sohnes aufblitzen. Er ist ja schon sehr markenbewusst. Nun steht Weihnachten vor der Tür. Das wäre doch was. Also wieder ins Internet. Die gleiche Hose ist noch zu haben, bei der Herstellerfirma kostet sie 170 Euro. Ach, interessant, im Bikerladen also 10 Euro mehr. Und dann Amazon! Dort kostet sie gerade mal 132 Euro. Am liebsten hätte ich sofort bestellt, aber mein Sohn trägt nur schwarz und da war sie ausverkauft. Bei anderen Firmen gab es schwarz noch, aber 150 Euro. Also erstmal nichts.

Am nächsten Morgen erneuter Blick in Amazon. Plötzlich kostet, trotz Black Friday, die Hose 162 Euro. Mhm. Ist aber sowieso immer noch nicht in schwarz erhältlich. Also erneut mit dem genauen Namen gegoogelt. Und gefunden. Bei einer Firma namens Bike Components in Schwarz für 135 Euro. Ich habe sie sofort bestellt, gestern, und heute ist sie schon da. Also echt, das ist einfach nicht zu schlagen und auch trotz vielem Rumlaufen in der Stadt nicht zu schaffen. Es ist nicht nur Corona und die Maskenpflicht, die diese Geschäftsverlagerung ins Internet bringt, sie beschleunigt sie nur.

Mainstream Medien

Ich bin eigentlich kein politischer Mensch. Ich habe eine Meinung, aber ich vertrete sie normalerweise nicht nach außen, sondern behalte sie für mich. Ich will eigentlich nur mein Leben leben, reisen und darüber schreiben. Aber so langsam scheine ich mich zum Streiter für die Meinungsfreiheit zu entwickeln, denn ich habe das ganz starke Gefühl, dass diese immer mehr eingeschränkt wird. Heute wurde mir dieses Video von Dr. Claus Köhnlein zugesandt. Er spricht darin über den Einsatz von Hydroxychloroquin gegen Covid19, der seiner Meinung nach die Übersterblichkeit verursacht hat. Ich bin kein Mediziner und kann das nicht beurteilen, obwohl es plausibel klingt. Was mich in diesem Video am meisten verstört ist aber ein Ereignis, über das er spricht.

Nachdem Dr. Köhnlein bereits im März in einem Video eine kritische Meinung geäußert hat und dies zunächst viral ging, dann gelöscht wurde, wollte der NDR ein Interview mit ihm senden. Zunächst weigerte er sich und vermutete, man wolle ihn herein legen, aber nachdem der NDR dies energisch bestritt sagte er zu. In diesem Interview sprach er darüber wie wichtig gerade bei Corona ein starkes Immunsystem ist und dieses noch unterstützt werden müsste. Übrigens genau meine Meinung. Dies sendete der NDR, gefolgt von einer Szene von einem Vater mit seinem Sohn im Rollstuhl, worauf der Vater sagte, die Menschen mit starkem Immunsystem haben seinen Sohn in diese Lage gebracht. Eine wirkliche Frechheit, die aber genau zeigt, wie sehr die Mainstream Medien auf die Linie eingeschworen sind, Corona ist ein Killervirus und wir brauchen alle die einschränkenden Maßnahmen, um es zu bekämpfen. Schaut euch mal das Video an. Ich hasse Verschwörervideos und wollte es zunächst nicht öffnen, aber es ist doch ganz anders und hat mich gefesselt.

Meinungsfreiheit

Ich habe nichts mit den obskuren Demonstranten gemein, die gegen die Maskenpflicht demonstrieren, sich auf der Straße ohne Maske dicht an dicht verbrüdern und feiern. Es sieht für mich so aus, als seien sie einfach dagegen. Egal, was die Regierung beschließt, sie sind dagegen. Meine Meinung ist da sehr viel differenzierter. Ich übe Kritik an vielen Maßnahmen, frage mich kritisch, ob da noch Sinn dahinter steckt. Aber ich leugne nicht etwa vollkommen die Pandemie.

Aber dabei wird deutlich, dass ein Argument dieser „Querdenker“ sehr wohl stimmt. Dass die Meinungsfreiheit in Deutschland verloren geht. Wer nicht auf der Linie der Bundesregierung liegt wird nieder gemacht. Ich sehe es zum Beispiel an den Beiträgen der Medien, wenn dort Leute auf der Straße zu ihrer Meinung über laufende Maßnahmen gefragt werden. Kritische Stimmen werden dort nicht gezeigt, nur positive Zustimmung. Ist das die Wirklichkeit? In meinem völlig normalen Umfeld redet man anders. Ein Beispiel dafür sind die Restaurantschließungen. Warum treffen sie generell das Gastgewerbe. Viele Wirte haben hohe Investitionen getätigt, um ein wirklich gutes Konzept für den Winter vorzubereiten, und dann, einfach zu. Warum kann man hier nicht auswählen, rigoros einfach nur die Betriebe schließen, die sich nicht an die Regeln halten.

In Wiesbaden wurde nun Maskenpflicht in der Fußgängerzone erlassen. Ich habe daraufhin in einer Wiesbaden-Facebook-Gruppe gesagt, dass dies für mich ein Grund ist, nicht mehr in die Stadt zu gehen und mein Weihnachtsshopping nur noch online zu erledigen. Daraufhin wurde mein Beitrag vom Admin gelöscht, dass ich noch nicht sofort gesperrt wurde, ist wahrscheinlich nur vorläufig. Ist das Meinungsfreiheit? Dabei habe ich doch recht. Einerseits kommen so idiotische Aufforderungen der Bundesregierung, sich nur noch mit einem festen Haushalt zu treffen, andererseits soll man sich an den langen Wartereihen bei Ikea anstellen, die mir kürzlich eine Risikobegegnung meiner WarnApp eingebracht haben. Da verstehe ich die Querdenker, wenn so etwas passiert. Und das ist kein Einzelfall. Die Facebook Gruppen, in denen ich bin, sind alle so. Nur wer voll hinter den Corona Maßnahmen steht, darf seine Beiträge posten. Jeder andere wird als Verschwörungstheoretiker bezeichnet. So können wir keine Gemeinschaft bilden, die gut durch die Pandemie kommt. Und wenn nun die Opposition fordert, das Parlament mehr in die Entscheidungen einzubinden, wird flugs ein strengeres Infektionsschutzgesetz gebildet, mit der Mehrheit der Koalition, die dies zementiert. Nein, das ist nicht mehr mein freiheitliches, liberales Land.

Auch die neueste Aufforderung der Kanzlerin, sich nur noch mit einem festen Haushalt zu treffen, für Kinder, sich nur noch einen festen Spielkameraden zu wählen, ist einfach nur Nonsens. Macht vielleicht Sinn, ja, es macht auch Sinn, alle in einer Einzelzelle einzusperren, das Virus hat keine Chance mehr. Aber die sozialen Folgen machen dafür den Menschen kaputt. Die zweitbeste Freundin ist plötzlich abgemeldet, der Senior, der sowieso nur wenige Kontakte hat, muss plötzlich zwischen den Kindern wählen, die ihn besuchen dürfen und der hilfsbereite Nachbar fällt völlig flach.

Nein, an diese Vorschrift werde ich mich ganz sicher nicht halten und mich weiterhin gelegentlich mit meinen drei ebenfalls alleinstehenden Nachbarn treffen. Vor dem Virus habe ich keine Angst, vor unserer Regierung schon in diesen Zeiten.