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Vergleich Bavaro Princess mit Bahia Principe

Vorausschicken möchte ich, dass ich im Bavaro 15 Tage gewohnt habe und es daher gut kenne, aber im Bahia nur 2 Tage und ich vielleicht einiges übersehen habe.

Beide Anlagen sind weitläufig, das Bahia aber noch wesentlich größer, so dass es schwer ist, den Überblick zu bekommen. Beide haben sehr schön angelegte Gärten. Im Bavaro sind im Bereich Platinum die Restaurants (außer Frappuccino) und der Pool nur für Platinum Gäste, durchspazieren darf man aber. Im Bahia ist das etwas strenger, da sind etliche Restaurants und Pools nur für Gäste aus dem jeweiligen Bezirk, selbst Gyms sind getrennt.

Die Zimmer sind eindeutig schöner im Bavaro. Zwar gibt es im Luxusbereich einige Zimmer mit eigenem Pool, aber das Zimmer selbst ist nicht so schön wie die Prinzessinnensuiten.

Das Personal ist zwar in beiden Resorts sehr freundlich und servicebetont, aber das Bahia ist allein schon durch seine Größe viel anonymer.

Beide Hotels haben einen Familien mit Kindern – Bereich, da bräuchte man ein Kind, um das zu bewerten. Aber auch hier scheint, das Bahia hat mehr Angebote.

Bedingt durch Corona waren im Bavaro viele Animationsangebote gestrichen, im Bahia fand einiges statt.

Der Strand ist von vielen Wohneinheiten des Bahia nur in einem langen Fußmarsch zu erreichen oder mit dem Train, im Bavaro haben viel mehr Leute die Chance strandnah zu wohnen. Aber dafür gibt es im Bahia viele Trains, die auf Wunsch auch einmal außer der Reihe fahren.

In Punkto Essen gewinnt aber eindeutig das Bahia. Bisher getestet das Capricio, war super. Sehr gut zubereitet und anständige Portionen, während es im Bavaro übersichtlicher zugeht. Auch die Qualität der Drinks ist etwas besser.

Vom Bavaro aus läuft man am Strand rechts herum etwa 20 Minuten bis zu einer Ladengalerie mit Restaurants, eine schöne Abwechslung. Beim Bahia gibt es nichts, man ist voll auf das Hotel angewiesen.

Fazit: Urlauber haben sehr unterschiedliche Ansprüche und müssen daher das für sie richtige auswählen. Beide Hotels sind zu empfehlen, ruhige ältere Leute mögen aber vielleicht das Bavaro mehr.

Bahia Principe Fantasia

Nun bin ich also als Single im Familienresort. Da gerade Ostern ist, ist auch ziemlich viel los. Für 2 Nächte ist es okay, aber für länger wäre es mir zu laut. Das Bahia Grundstück ist sehr groß, es sind sieben unterschiedliche Hotels hier untergebracht, einige mehr im Land, einige reichen bis zum Strand. Das Fantasia nicht, man läuft etwa 5 – 10 Minuten bis zum Beach oder nimmt den Train. Auch am Strand haben die einzelnen Hotels ihre eigenen Bereiche, und meist darf man auch nicht die Bars anderer Hotels mitbenutzen. Für das Fantasia gibt es aber auch schöne Restaurants. Am Strand ist das Las Olas, ein schönes Gebäude, das mehrere Restaurants umfasst, zum Beispiel das Capriccio, wo ich gestern so toll gespeist habe. An der Lobby ist gleich das Buffetrestaurant, wo auch Frühstück serviert wird, aber mir fehlt ein gutes Café. Dafür gibt es aber das Garden Circus Restaurant im Disney-Stil, das speziell für Kinder ein gerichtet ist, aber auch ich darf hier frühstücken. Mittags hatte es zu.

Ein Traum ist aber die riesige Poollandschaft. Es ist nicht möglich, alles auf ein Foto zu bekommen. Und gleich daneben gibt es einen Wasserpark für die Kids. Familien können sich hier wirklich wohl fühlen.

Bahia Principe – Ankunft

Meine Zeit im Bavaro Princess war abgelaufen, aber mein Weiterflug soll erst in zwei Tagen stattfinden. Also entweder Verlängerung im Bavaro oder ein neues Hotel kennenlernen. Das erschien mir auf jeden Fall reizvoller, besonders, da ich das Bahia noch zu einem günstigeren Preis bekommen konnte. Gebucht hatte ich das Bahia Principe Grand Punta Cana. Auch hier hatte ich wieder keinerlei Ahnung, was mich erwartet, noch bin ich ja nicht sehr erfahren in diesen Resorts. Schon die Einfahrt war überwältigend, einfach riesengroß. War das Princess fast wie eine kleine Stadt, ist das Principe eher eine Großstadt. Aber alles ist gut durchorganisiert. Ich fuhr mit meinem Mietwagen zur Schranke, zeigte meinen Pass, man fand meine Reservierung und ließ mich ein. Noch 1 km oder so bis zur Reservation, überall Auto geparkt, es ist ja Ostern und wie im Princess alles voll. An der Rezeption konnte ich dann direkt parken zum Koffer ausladen, dann zeigte man mir im Golfcart den Weg zu einem Parkplatz und brachte mich wieder zurück.

Das Bahia Principe hat auf seiner riesigen Fläche etliche unterschiedliche Hotels. Es gibt vzwar keine Zäune, man kann umher schlendern, oder besser fahren, denn es ist ja sehr weitläufig, dennoch kann man nicht von allen Hotels alle Einrichtungen besuchen. Manche Pools sind nur für die, die dort eingemietet sind, ebenso ist es mit den Restaurants. Und am nächsten zum Beach ist natürlich der teuerste Bereich, das Ambar Luxury, das nur für Erwachsene ist. Es gibt dort dreistöckige Zimmerreihen, wobei die im Erdgeschoss jeweils einen eigenen Pool haben.

Ich jedoch bekam ein „Upgrade“ ins Fantasia. Ich kann nun nicht beurteilen, ob dies wirklich ein Upgrade ist, da ich das gebuchte Punta Cana nie gesehen habe. Es stellte sich heraus, dass das Fantasia ein Familienresort im Stil von Disneyland ist, nicht jedermanns Geschmack, aber die Kids lieben es. Es gab auch gleich an der Rezeption einen Jongleur.

An der Rezeption bekam ich gleich meinen Wlan code und wollte natürlich gleich wissen, wie das mit den Restaurants läuft. Bei nur 2 Tagen möchte ich nichts versäumen. Die Buchung geht über Screens, die an der Rezeption stehen und läuft dann ähnlich ab wie im Bavaro. Dann wurde ich zu meinem Zimmer gefahren. Ich sagte ja schon, hier ist alles sehr weitläufig und der Shuttleservice sehr gut. Es gibt viele Wagen und oft wird man auch ganz alleine wohin gefahren. Auch zum Beach, denn der ist recht weit weg. Doch zunächst das Zimmer. Ich war einfach verwöhnt von meinem Princess. Das hat nur geräumige Suiten, eher kleine Wohnungen und besser kann man es kaum machen. Hier im Bahia sind es Zimmer, geschnitten wie Hotelzimmer halt sind. Eingang, Bad rechts, weiter zum Bett, am Rand Kofferablage, Schreibtisch und dann ein Wohnbereich und ein kleiner Balkon. Die Zimmer sind groß, aber die Möbel eher altmodisch. Sicher ist es schön und geräumig, aber wer zuvor im Princess war sieht das anders.

Und hier zum Verrgleich das Zimmer im Bavaro Princess

Bavara Restaurants II

Nun muss ich ja noch über die ausstehenden Bavaro-Restaurants berichten. Eins aber vorneweg: zu Beginn bin ich ja über die Restaurants völlig ausgerastet, weil es wegen so langer Corona-Beschränkungen in Deutschland so wunderbar war, endlich mal wieder zum Essen auszugehen und sich dem Luxus hinzugeben, auszuwählen, wohin es denn nun abends gehen soll. Nach einer Weile muss ich aber doch sagen, so gut ist das Essen dort auch wieder nicht. Meine Lieblinge sind weiterhin das Tanuki wegen der Show und das Il Tartufo, aber gerade dort hatte ich auch eine Enttäuschung. Ich bestellte mir Tenderloin Chianti style with fois gras. Das Fleisch etwas zäh, von fois gras keine Spur. Auch zuvor waren die Portionen dort sehr übersichtlich. Aber es ist ein tolles Ambiente und ich gehe gerne dorthin.

Dann ging es aber ins Hacienda, ein mexikanisches Restaurant. Sehr netter Service dort, das Essen war okay, aber auch nicht aufregend. Zuvor gab es Nachos, durchaus nett alles, aber ich muss es nicht wiederholen. Dann wollte ich aber endlich mal Sushi im Wasabi probieren. Ich mag kein Sushi und beim ersten Besuch verstand mich der Kellner überhaupt nicht. Diesmal hatte ich aber ganz klar mir meine Bestellung zuvor zurechtgelegt und ich bekam Röllchen mit Lachs. Also weiterhin, Sushi muss für mich nicht sein, aber das Wasabi hat auch leckere Hauptgerichte und auch hier ist das Ambiente mit Blick auf die Flamingos wirklich schön.

Eine wirkliche echte Enttäuschung war jedoch das Steakrestaurant El Gaucho. Man hatte mir sogar das Filet Mignon empfohlen und Filet kann man doch kaum falsch machen, oder? Doch, es war furchtbar zäh, also hier muss ich nicht mehr hin. Nun gibt es noch die Rebels Bar. Diese amerikanische Sportsbar hat rund um die Uhr geöffnet, man braucht keine Reservierung und bekommt immer was zu essen. Nach einem Tagesausflug gerade das richtige. Auf der Karte stehen hauptsächlich Hamburger und Hot Dogs und es hat ganz gut geschmeckt.

Das einzige, was mir nun noch bleibt, ist das Pescador, ein Fischrestaurant. Da ich kein Freund von Fisch und Meeresfrüchten bin habe ich mir das bis zuletzt aufgehoben. Und wurde angenehm überrascht, das kommt auf meine Liste der guten Lokale. Lachs esse ich ja und so bestellte ich gegrillten Lachs mit Pesto und es war vorzüglich. Gegenüber von meinem Einzeltisch saß eine weitere einzelne Dame und wir lächelten uns manchmal zu. Beim Rausgehen fragte ich sie dann: From which country are you? Sie: wir können auch Deutsch reden. Eine Groß-Gerauerin, gerade mal 40 km von meiner Heimat entfernt. Klar hängten wir dann noch einen schönen Ausklang in der Lobby Bar an.

Online Reservierung

Für alle die, die noch nie in einem solchen All-Inclusive Resort waren, möchte ich mal beschreiben, wie das mit den Restaurants läuft. Zunächst einmal, ein Urlaub hier ohne Smartphone ist unmöglich, das braucht man für viele Dienste. Frühstück und Abendessen wird in den Buffetrestaurants serviert, dafür benötigt man keine Reservierung. Das Abendessen ist auch am Buffet möglich, aber die von mir beschriebenen Restaurants sind à la carte Restaurants. Auch im Preis enthalten, aber man muss reservieren. Dazu liest man mit dem Smartphone einen QR code ein, kommt damit auf die Webseite des Hotels, wo alle Restaurants mit Speisekarte beschrieben sind. Dort kann man dann buchen, bekommt eine Email zur Bestätigung. Im Restaurant dann gibt es keine Menükarte auf Papier, sondern man schaut die wieder über den QR code an. Eigentlich ganz handlich, hat mir gut gefallen.

Macao

Am Mittwoch war plötzlich alles anders, ich wusste nicht warum. Unser gemütliches Hotel mit dem super Service, wo am Buffet immer alles in kleinen Portionen nett angerichtet war und man sich ein Schälchen griff, verteilte plötzlich Plastikhandschuhe, die Schälchen waren verschwunden und man musste sich die Leckereien selbst zusammenstellen. Ich konnte mir nicht recht erklären warum.

Für Gründonnerstag hatte ich mit Alex verabredet, dass wir einen Ausflug machen. Wir wollten nicht so weit, einfach was Schönes sehen, etwas Neues. Wir fuhren auf der Küstenautobahn nach Norden, vorbei an einem Unfall, wo gerade jemand in den Krankenwagen geschoben wurde, wollten eigentlich nach Macao abbiegen, aber übersahen die Zufahrt, Straßenschilder sind ja eher selten. Wir nehmen die nächste, nach Overo Alto, soll ja auch nett sein. Doch gab es hier eine Straßensperre, die Polizei ließ niemand durch. Uns war nicht klar warum. Macao sei möglich, also das kurze Stück wieder zurück. Wir wussten ja bei beiden Orten nicht, was uns erwartet.

Macao ist ein kleinerer Ort, eher unbedeutend, aber die Straße führt weiter zum Strand. Ein Parkplatz, Polizeiposten. Und dann eine schöne Strandzone. Der Strand ist hier ganz anders als an meiner Costa Esmeralda, dunkler, ein wenig felsig, von Klippen gesäumt. Hohe Wellen ziehen Surfer an, auch eine Surfschule gibt es. Wir spazierten am Strand bis zu den Klippen. Türkisfarbenes Wasser, blauer Himmel, schattige Kokospalmen, ein kleines Paradies. Das die Einheimischen erobert haben. Überall gibt es Sonnenschirme und Liegen, kleine Buden mit Essen und Trinken und es sind auch recht viele Leute da. Wir spazieren bis zu den Klippen, machen unzählige Bilder, dann wieder zurück. Kehren in einer Strandbar ein, ich bestelle ein Bier. Die Dame füllt es in einen Plastikbecher mit Deckel und Strohhalm und erzählt mir irgendetwas von Polizei und Tarnung. Noch immer blicke ich nicht durch, was hier abgeht. Es ist schön hier zu sitzen, die Tische sind von Einheimischen gefüllt, biegen sich mit Essen. Ein wundervoller Tag. Auf dem Heimweg fahren wir an zwei weiteren Unfällen vorbei, besuchen noch die große Lagune Bavaro, um halb vier komme ich zurück in mein Hotel.

Absoluter Schock! Nichts ist mehr wie vorher. Der Parkplatz bis zum letzten besetzt, ich werde nach irgendwo jotwede verwiesen, aber nett eingeparkt. Die Rezeption voller Menschen, das Hotel ganz offensichtlich bis zum letzten Platz besetzt, das so freundliche, servicebetonte Personal überfordert, auf den Shuttle muss ich lange warten und das Internet verlangt einen neuen Code. Den bekomme ich so schnell nicht an der überlasteten Rezeption, also erstmal was essen.

Später dann habe ich wieder Internetzugang und poste das Video von meinem Strandbesuch in Facebook. Und bekomme folgende Antwort: Ostern in der Domrep das kann auch ein besonderes Erlebnis werden…

Ich verstand nicht so ganz, was gemeint ist und fragte zurück. Die Antwort:

weil die Dominikaner immer so viel trinken, zu Ostern kommen viele durch Autounfälle oder weil sie besoffen ins Meer gehen ums Leben. Darum werden viele Strände oder Strandpromenaden wie hier in San Pedro de Macorís einfach gesperrt, außerdem ist das Trinken von Alkohol auf öffentlichen Plätzen verboten. Gehe in ein Restaurant oder tarne es in einer Plastik Flasche. Aufpassen diese Tage sind wirklich gefährlich. Aber ich persönlich finde es super, dass du bei deinem Urlaub in der Domrep nicht nur im Hotel bleibst, sondern auch auf die Menschen zugehst und Ausflüge machst, viele trauen sich das nicht.

Ja nun verstehe ich das alles, der Strohhalm fürs Bier, die Unfälle, das überfüllte Hotel. Danke für die Aufklärung. Aber für Karfreitag habe ich eh wieder einen Ruhetag vorgesehen, nur wirklich ruhig scheint es über die Feiertage wohl nicht zu werden.

DomRep individuell

Ich gehöre ganz klar zu den Leuten, die sagen, jedem das seine. Was ich gut finde muss noch lange nicht für jeden gelten und auch ich bin oft ganz unterschiedlich eingestellt, manchmal liebe ich den Luxus, dann wieder das einfache Leben. Als ich damals meinem Nachbar von meinen DomRep Plänen erzählte, sagte er spontan, er kommt mit. Aber eben auf seine Weise. Ich habe für ihn den gleichen Flug hin wie ich gebucht, aber er wollte ein Hotel, das weniger kostet, Luxus braucht er nicht. Wir fanden eins, das auf den Fotos wirklich nett aussah, 500 m vom Strand und ein kleiner Pool.

Heute nun konnte ich ihn zum erstenmal besuchen. Von außen sieht das Hotel wirklich hübsch aus, vor jedem Zimmer schöne Terrassen. Wäre es meins, ich könnte daraus was machen.

Aber. Es liegt in einer furchtbaren Gegend. Ich brauchte eine Ewigkeit, es überhaupt zu finden und kam völlig entnervt an. Nach einer Stunde für eigentlich 8 km. Es liegt inmitten von irgendwie nichts. Nächster Nachbar ist eine Bauruine. Immerhin gibt es einen Parkplatz und ich schaute mir das Zimmer im zweiten Stock an. Hinauf führt eine Treppe, die ziemlich kaputt ist. Zwar liegen Zementsäcke herum, man scheint irgendwann mal reparieren zu wollen, aber noch ist nichts im Gange. Obwohl nicht weit entfernt ein Klopfen zu hören ist. Aus der Wand hängen wirre Kabel. Die einzelnen Zimmer wirken eher wie Wohnungen, sind unterschiedlich groß und eingerichtet. Zu Alex kommt man zunächst in eine geräumige Wohnküche mit Tresen. Eine Tür führt ins Bad, eine in sein Schlafzimmer, aber es gibt noch eine weitere Tür. Erstaunt erfahre ich, dass dort weitere Gäste wohnen. Sie haben zwar ein eigenes Bad, aber den Wohnbereich teilen sie sich.

Noch immer würde ich das ganz akzeptabel finden. Doch was mich total stört ist, wie schmuddelig es hier ist. Und damit meine ich nicht Aleks, sondern das gesamte Gebäude. Nein, hier würde ich mich nicht wohl fühlen. Erst recht nicht als ich sah, dass zwei andere Gäste den kleinen Pool mit ihrem Hund teilten. Igitt, nein, hier möchte ich nicht wohnen. Alex freut sich zwar, dass er hier für nur 25 Euro inklusive einem recht kargen Frühstück wohnen kann, meins kostet deutlich über 100 die Nacht, aber ich möchte keinesfalls tauschen. Nein, das ist nichts für mich. Wenn es wenigstens inmitten eines netten kleinen Ortes liegen würde.

Doch Alex wollte mir noch seinen Strand zeigen, es sind 500 m Fußweg dorthin. Am Eingang eine Barriere und ein Wächter, ich war vorher schon dort, das hatte mich abgeschreckt, ich dachte, es sei ein Hotel. Aber nein, das ist die Einfahrt zum Strand und hier kann man auch parken. Das hat mich eher angenehm überrascht, das ist richtig schön hier. Etliche kleine Restaurants, eine Straße mit kleinen Lädchen, ein richtig schöner Strand mit Palmen und ein Meer mit unzähligen Yachten. Ja, hier ist es richtig schön. Und im Sommer zu Nicht-Corona Zeiten bestimmt eine Menge los.

Higüey

Wenn ich nun schon das Auto habe dann sollte ich ja auch damit fahren. So richtig Lust habe ich immer noch nicht. Ich lese von der Stadt Higüey im Landesinnern, eine sehr alte Stadt mit Kathedrale, das könnte was sein, so bekomme ich vielleicht einen Eindruck vom Land. Und der Flughafen liegt ja schon auf halbem Wege. Google Maps hat mir gezeigt, dass es eine Maut-Autobahn gibt und eine Landstraße, ohne es zu wollen bin ich auf der Autobahn. Die Landschaft trist und trocken, aber was will man von Autobahnen auch erwarten. Dann komme ich nach Higüey, aber wo ist das Stadtzentrum. Und was gibt es da zu sehen. Der Verkehr ist heftig, Motorräder von allen Seiten, aber das kenne ich ja von Marokko. Google Maps schickt mich weiter und plötzlich sehe ich die Kathedrale. Später stellt sich heraus, dass es da auch einen großen Parkplatz gibt, aber was man vergebens sucht oder nur spärlich findet, sind Hinweisschilder. Eine solche Kathedrale habe ich noch nie gesehen, Architektur in Beton, sehr interessant. Innen sehr dunkel, was ja auch die Hitze abhält und Blumen und Kerzen zuhauf von den Gläubigen, die um etwas bitten oder sich bedanken.

Ich hatte an zwei verschiedenen Stellen in schmalen Nebengassen geparkt und jedesmal einen GPS-Waypoint angelegt, falls ich das Auto nicht mehr finde. Und tatsächlich, ich habe es jedesmal gebraucht. Die Straßen sehen so ähnlich aus. Für den Rückweg finde ich dann aber doch die Landstraße, und endlich ist es mal grün um mich herum. Am Straßenrand ein Riesenhaufen Ananas, den hätte ich gerne geknipst, aber irgendwie will ich nicht anhalten und nur fotografieren. Eine Ananas kaufen will ich ja nicht, bekomme alles in meinem Hotel. Aber nun habe ich einen kleinen Eindruck vom Land und obwohl es kaum Straßenschilder gibt und einige Abzweigungen finde ich tatsächlich ohne Umwege mein geliebtes Prinzessinnenhotel.

Kreditkartendrama

Ich hatte für heute ein Auto in der DomRep gemietet und werde eine weiteres Auto direkt nach Rückgabe in meinem Zielland brauchen. In der Buchungsbestätigung steht klipp und klar, welche Papiere man mitbringen muss_

1) Kreditkarte mit PIN (des Hauptfahrers)
Mit ausreichendem Limit für die Kaution (Details siehe Mietbedingungen). Debit-, Prepaidkarten und American Express werden am Schalter nicht akzeptiert.

2) Ausgedruckter Voucher
Aus dem Dokument „Voucher und Buchungsdokumente“

Punkt 1 war mir vorher klar, zudem ich es einmal erlebt habe, dass man mir in Florida auf meine Kredit/Debitkarte keinen Mietwagen aushändigen wollte und ich schließlich die Hilfe des Mitreisenden in Anspruch nehmen musste. Deshalb hatte ich schon zu Hause eine neue Kreditkarte beantragt, die neue PIN aufgeschrieben und getrennt verwahrt.

Punkt 2 war auch noch etwas blöd, ich reise mit vielem, aber nicht mit meinem Drucker. Aber an der Rezeption war man so freundlich.

Heute früh nun alle Unterlagen zurecht gelegt. Pass, Führerschein, Voucher, Kreditkarte, PIN. Wo ist die Pin? Ich hatte sie doch extra aufgeschrieben? Und dann alle überflüssigen Zettel aus meiner Brieftasche entfernt.

Zum Glück habe ich ja eine Familie. Die angerufen, aus der gemütlichen Urlaubs/Mittagsruhe aufgeschreckt und in meine Wohnung geschickt. Die PIN fand sich.

Nun gibt es aber noch ein weiteres Problem. Von der Kreditkarte sollen 1200 Euro geblockt werden, für den Fall dass ich den Mietwagen zu Schrott fahre. Die neue Karte hat nur einen Kreditrahmen von 1400 Euro, bin ja noch nicht als solvent geprüft. Wenn ich die also hier am Airport abgebe und es wird geblockt, dann wird kurz nach der Rückgabe ein weiterer Mietwagen geholt und wieder wird diese Summe geblockt. An was man nicht alles denken muss. Und wenn ich den Wagen nicht bekomme ist nicht nur das Geld weg, sondern ich stehe auch am Flughafen und weiß nicht, wie ich heim komme.

Also versuche ich es und gebe meine Debitcard. Der Junge ist endlos beschäftigt, füllt Formulare nach Formularen aus, ich erteile endlose Unterschriften und weiß überhaupt nicht, zu was ich mich alles verpflichte. Endlich, endlich zieht er die Karte durch den Scanner, ich gebe meine Pin an, die, die ich ja wusste, ist die alte Karte, und durch geht es. Ach was habe ich mal wieder aufgeatmet. Ich weiß, andere Leute würden so etwas total locker sehen, aber ich nehme es mir immer sehr zu Herzen. Nun kann ich entspannt den anderen Mietwagen mit der neuen Karte abholen. Aber die arme Familiy ist nicht umsonst zu meiner Wohnung gejagt, ich brauche die Nummer ja noch. Sie hat sich jetzt in meinem Kopf fest gebrannt.

Gäste im Bavaro Princess

Mein Sohn fragte mich heute Abend am Telefon, woher denn die anderen Gäste seien. Doch sicher aus USA. Ich konnte das nicht bestätigen, weiß aber recht wenig über die anderen. Eins ist aber sicher, ich höre sehr viel Spanisch. Man kommt nicht so leicht in Kontakt mit den anderen, am Pool hatte ich schon Ukrainer getroffen und ganz wenige Deutsche sind hier. Heute im Train war ein französisches Paar. In den Restaurants sitzt man ja alleine, da kommt man nicht mit Leuten ins Gespräch. Doch heute war wieder Tanuki angesagt. Da sitzt ja eine Gruppe von 6 – 8 Personen um den Tisch. Beim ersten Mal hatte keiner was gesagt. Heute war meine Tischrunde ganz klar farbig, ich die einzige Weiße. Ich aber lachte mit allen freundlich, damit sie sehen, dass ich ein netter Mensch bin. Ist schon blöde, der einzige Vertreter zu sein, egal von was. Ich hielt sie zunächst für US-Amerikaner, aber auch sie sprachen Spanisch.

Der Koch zog seine Show ab, es war lustig wie immer, aber nach dem Hauptgericht, das sie kaum anrührten, brachen sie schon auf, warteten nicht auf den Nachtisch. Da nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und fragte, aus welchem Land sie kommen. Und war absolut schockiert, als sie sagten, sie sind Dominikaner.

Das hätte ich nie erwartet. Natürlich kann man Urlaub im eigenen Land machen, aber aus zwei Gründen wäre ich nie drauf gekommen. Ich habe ja über das Land absolut keine Ahnung. Und alle erzählen mir, wie arm die Menschen hier sind. Und das Hotel ist nicht gerade billig. Der andere Grund ist, das Land ist eine Insel und ich dachte eher, jeder hat das Meer irgendwie vor seiner Haustür und braucht keinen Urlaub zu machen.

Aber ich freue mich über meine falsche Einschätzung. Freue mich, dass es doch genug Leute hier gibt, die sich einen Urlaub, es ist ja gerade die Osterwoche, in einem so schönen Hotel leisten können. Schon auf der Fahrt vom Flughafen her dachte ich, oho, das sieht ja fast so modern aus hier wie in Florida. Ab morgen werde ich einen Mietwagen haben und dann vermutlich mehr über das Land erfahren.

Und als ich dann mit dem Train nach Hause fuhr fragte ich meine Mitfahrer. Sie waren aus Chile. Es ist eine vollkommen andere Welt für mich als Marokko-Frau, die ich hier kennenlerne. Bin mal gespannt, ob es für mich eine Fortsetzung gibt.

Covid-19 Maßnahmen im Hotel

In Facebook beschwerte sich kürzlich eine Frau, dass in den Restaurants, ich gehe mal davon aus, sie meint die in ihrem AI-Resort in der DomRep, die Hygienemaßnahmen nicht ausreichend seien. Ich kann nicht beurteilen, was bei ihr ist, möchte einfach nur mal beschreiben, wie es in meinem Hotel ist. Also bei Ankunft wurde lediglich ein digitaler Temperaturmesser nahe meiner Hand gehalten, ich bestand. Am Flughafen war weder in Frankfurt noch in Punta Cana ein Test erforderlich. Im Zimmer lag ein Beutel mit zwei grünen OP Masken und einem Fläschchen Desinfektionsmittel. Alle Angestellten tragen ohne Ausnahme eine Maske, selbst mein Personal Trainer am Pool.

Zur Fortbewegung innerhalb der großen Anlage gibt es den Train, der Fahrer trägt natürlich Maske, die Passagiere nicht immer. Einige Fahrer weisen darauf hin und geben im Bedarfsfall Masken, andere nicht. Aber innerhalb des offenen Zuges kann man sich weit auseinander setzen. In den Buffet-Restaurant zum Frühstück und Lunch wird beim Eintritt ebenfalls die Temperatur gemessen, die Hände desinfiziert. Sobald man sich am Buffet bedient hat darf man die Maske ablegen. Tische und Stühle werden nach jedem Gast desinfiziert und schräg gestellt, als Zeichen, dass sauber ist. Es liegt also am Gast selbst, dass er sich nicht an einen Tisch setzt, wo keine Stühle hochgestellt sind. Aber es gibt viel Personal und das sauber machen geschieht recht flott.

Auf den Wegen der Anlage, am Pool, auch an der Poolbar, ist keine Maskenpflicht. Die Liegen werden täglich desinfiziert und am besten behält man seine Liege und das Handtuch für den Tag. An der Rezeption und in den Läden ist dann wieder Maskenpflicht. Aber wenn man abends in der Lounge Bar der Musik lauscht, gibt es natürlich wieder keine Maske.

Für den Abend gibt es die à la carte Restaurants, in denen man bestellen muss und wo man zeitversetzt eingelassen wird. Das Hotel ist bei weitem nicht voll belegt, daher ist auch in diesen Restaurants genug Platz, um vom Nachbar Abstand zu halten. Die Tische sind jeweils desinfiziert, beim Eintritt wird aber keine Temperatur gemessen.

So, ich glaube, das war alles. Bisher fühle ich mich damit sicher und nicht eingeengt, die Minuten pro Tag, die ich Maske trage, sind doch sehr eng begrenzt. Ich bin sehr froh, dass ich mir diese Auszeit genommen habe und hundertprozentig sicher, dass ich nach meiner Rückkehr niemanden anstecken werde. In Deutschland wäre ich ganz bestimmt ein größeres Risiko eingegangen, schon durch den Lebensmitteleinkauf. Die Inzidenz liegt hier bei knapp über 30.