Saarland – Bliestal

Ich mache gerne kleine Touren mit dem Rad. Nicht über Nacht, jeweils so bis 50 – 55 km. Aber in meiner Umgebung habe ich alles abgefahren, und immer nur die gleichen Wege zu fahren ist langweilig.

Gleichzeitig fahre ich nicht allzu gerne Auto. Auf meiner jährlichen Marokkoreise kommen so um die 12 – 15.000 km zusammen, das reicht mir. Da möchte ich zuhause keine langen Strecken fahren. Aber neue Radwege müssen her. Also habe ich in den letzten Jahren Pfalz und Elsass bereist, jeweils ein Hotel für einige Tage und dann die Wege der Umgebung erkundet. Elsass ist natürlich mein Lieblingsziel wegen der kulinarischen Seite. Aber auch dort kenne ich in dem Bereich, der in einer Entfernung von 200 km von meinem Heim liegt, auch schon alles.

Etwas neues muss her. Und als alter Floridafahrer liebe ich weitgehend ebene Wege, Steigungen auf Zweitausender müssen nicht sein. Da kommt mir das Saarland in den Blick. Es gibt doch den Saarradweg! Das ist es. Die erste Herausforderung ist es, ein passendes Hotel zu finden. Am liebsten hätte ich zwei unterschiedliche gehabt, um meine Wege auszudehnen. Aber da war das Problem. Ich habe ja so einige Vorbedingungen, zum Beispiel soll man gut und kostenlos parken können, da kommt ein Stadthotel wie in Saarbrücken nicht infrage.

Hotel Scheidberg

Nach langem Suchen entschied ich mich für ein Hotel bei Saarlouis, Hotel Scheidberg. Es erfüllt nicht alle Kriterien, liegt zum Beispiel nicht direkt an einem Radweg, sondern sogar auf einem Hügel mit einer steilen Auffahrt ohne Radspur. Das gäbe Ärger mit den Autofahrern. Aber viele andere Anforderungen wurden erfüllt und so buchte ich über

https://www.kurz-mal-weg.de

ein recht günstiges Paket für 6 Tage. Ich habe ein schönes Zimmer und mein eBike steht in der abgeschlossenen Garage, wo es auch geladen werden kann. Nach einer schönen Radtour kann ich dann am Abend in der Sauna entspannen.

 

Schon auf der Anfahrt habe ich mir aber einen Radweg gesucht, um die Anfahrt etwas kurzweiliger zu gestalten und auch, um nicht vor dem Checkin im Hotel zu sein.

Bliestal-Radweg

Ich verlies die Autobahn also etwa 50 km vor dem Ziel und fuhr nach Blieskastel. Lustig, die Orte, die an diesem kleinen Bach liegen, beginnen eigentlich alle mit Blies. Über mir ein Himmel mit ziemlich dunklen Wolken, es wird doch nicht …. . Der Radweg ist exzellent, so etwas wünsche ich mir in Taunusstein. Die offiziellen Stellen können sich wohl über die Länge der Strecke nicht so richtig einigen, ich jedenfalls fuhr von Blieskastel nach Süden etwa 25 km bis Bliesbruck in Frankreich, das gleiche wieder zurück.

Ab und zu nieselte es, aber nicht genug, um zu stoppen und Schutz zu suchen. Ein wirklich schöner Radweg in gutem Zustand, es gibt Sitzgelegenheiten, Werkzeug und viele Einkehrmöglichkeiten. Hallo, meine Taunus-Bürgermeister, so etwas entlang der Aar, das wäre ein Traum.

Ein Schild am Weg erregte meine Aufmerksamkeit. Beim Durchfahren sah es so aus, als wäre hier eine Bushaltestelle. Das kann ja nicht sein auf dem schmalen Weg, also stoppte ich. Tatsächlich was es ein Treffpunkt für Grundschulkinder, die sich hier am Morgen treffen und zusammen zur Schule fahren. Finde ich super. Die Kinder bewegen sich sportlich in geschützter Umgebung und lerne auch schon Selbstverantwortung. Wenn ich da an Florida denke, wo selbst an der High School so lange Schlangen vor und nach der Schule stehen, um die Kinder abzuholen, dass sogar die Polizei den Verkehr regeln muss.

Fazit: dieser Abstecher war auf jeden Fall lohnenswert. Hier das Video der Tour, aber sorry, schlechte Qualität wegen dem Regen:

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