Saarland 6 – Völklinger Hütte

Der Tag fing schon mal gut an. Erster Programmpunkt war tanken, da es morgen heim gehen soll vom Hotel direkt auf die Autobahn mit vollem Tank. Und nachdem der gute Trump zu seinem Geburtstag zum 40. Mal verkündet hat, dass es nun ein Friedensabkommen geben soll, waren die Spritpreise über Nacht massiv gefallen und ich konnte für 163,9 mit Diesel volltanken.

Eine weitere Komoot Tour sollte danach kommen: Bisttalweg – Kapelle am Linslerhof Runde von Völklingen, 35 km. Meine Idee war, doch noch ein paar Fotos von der historischen Völklinger Hütte zu bekommen, die ich am Tag 2 versäumt hatte zu machen. Das würde mir diese Tour ermöglichen. Ich fand den Parkplatz am Radweg ohne Probleme und fuhr los auf der Komoot Tour. Absolut schlecht. Es ging nicht auf dem Radweg, sondern auf Straßen ohne Radspur auf die Höhe, ziemlich steil, was ich nicht so mag. Irgendwann dann im Wald auf einem Weg, der wirklich nicht geeignet war, nur dazu, mir durch Brombeerbüsche die Waden zu zerkratzen. Dann kam ich nach Völklingen in die Bahnhofsgegend, absolutes Verkehrschaos, das ich aber auf dem Bürgersteig umging. Und dann brach Komoot ab, da der Vorradler die Runde ab Bahnhof aufgenommen hatte und Komoot deshalb hier auch enden wollte. Habe dann die Tour erneut gestartet, was aber zur Folge hat, dass sie in Komoot nicht zusammenhängend angezeigt wird.

Völklinger Hütte

Aber dann, nach dem Bahnhof, hob ich meinen frustrierten Kopf mal etwas vom Lenker und was sah ich? Die Völklinger Hütte! Gerade vor mir. Der Sinn der Tour wurde also erfüllt, ich konnte meine Fotos machen und im Blog Saarland 2 einfügen. Ich erkenne ja durchaus den Wert als Kulturdenkmal an, aber ein solches rostiges Eisenmonstrum mitten in der Stadt zu haben ist schon schrecklich. In Völklingen möchte ich nicht wohnen. Lieber auf dem Fahrradweg daran vorbei fahren.

Heute wird es kein Video geben, die Kamera war dabei, aber die SD-Karte steckte noch in meinem Computer. Nicht so schlimm, habe ja Fotos, und die Tour heute war eh nicht sehr schön. Eigentlich sollte es ja nach Komoot noch weiter gehen, ins Bisttal. Aber ich hatte einfach keine Lust mehr.

Bouzonville

Dann gab es noch einen letzten Programmpunkt. Kurz über die Grenze nach Bouzonville, um dort einzukaufen und vielleicht ein nettes Restaurant zu finden. Also letzteres fiel absolut ins Wasser, ich sehe es immer mehr, die guten französischen Restaurants, die früher für kleines Geld eine tolle Küche geboten haben, oft mit einem Rotwein inklusive, werden immer mehr von Dönerbuden ersetzt. Und so war auch im ganzen Ort nichts Gescheites zu essen zu bekommen. Also ab zum Lidl und dort groß eingekauft. Ich gebe es zu, das meiste waren Alkoholika, da dies in Frankreich günstiger ist als bei uns, oder Wasser, da ich dort kein Pfand zahlen muss. Brauche nun wochenlang in Deutschland keinen Wein zum Abendessen mehr einzukaufen.

Fazit Saarland

Dieses Bundesland wird eigentlich immer unterschätzt. Ich habe unter Radfahrern oder Wanderern noch nie davon sprechen hören. Aber ich bin absolut begeistert. Was hier an Radwegen geboten wird ist unglaublich, ich bin noch lange nicht alles gefahren. Und es ist nicht nur die Zahl, auch die Ausstattung. Meist gut asphaltiert, aber es gibt auch gute Beschilderung, Bänke, Werkzeug, Einkehrmöglichkeiten usw. Vor allem gab es immer unweit des Radwegs einen kostenlosen Parkplatz für Autofahrer, die das Bike auf dem Rack haben.

In meiner heimischen Taunusregion können wir da nicht mithalten und auch der Radweg am Rhein ist so gut nicht ausgebaut. Also Radler, ab ins Saarland.

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