Diesmal soll es in die andere Richtung gehen. Auch hier finde ich einen guten Parkplatz für mein Auto und komme recht schnell zur Saar.Heute soll es bis Merzig gehen.
Wieder sehr gut geteert, es ist Samstag und viele Leute unterwegs. Was mir hier auffällt ist auch die Reichweite meines eBikes. Im hügeligen Taunus, wo ich immer Steigungen habe, komme ich nicht weiter als 68 km mit einer Akkuladung, doch auf diesem flachen Weg komme ich sehr viel weiter.
Ich will bis Merzig fahren, das sind wie gestern ungefähr 25 km, die ich natürlich auch wieder zurück muss. Zunächst weht mir ein köstlicher Duft in die Nase und ich sehe entlang des Weges lange Erdbeerfelder. Sie sind vollreif, aber eingezäunt, leider ist niemand da, von dem man eine Handvoll kaufen könnte.
Bei Siersburg treffe ich auf einen kleinen Parkplatz und erkenne sofort, dass dies der richtige Parkplatz für den morgigen Tag sein wird, denn hier beginnt der Niedtalweg, der auf dem Plan steht. Ich unterhalte mich kurz mit Spaziergängern, die mir dort die Wackenmühle empfehlen für ein knuspriges Hähnchen. Naja, mal sehen. Der Weg an der Saar ist hier kurz unterbrochen, doch auf der Landstraße gibt es eine breite Radspur. Ich fahre wieder auf der westlichen Seite, dem offiziellen Saarradweg. Doch an der Rehlinger Schleuse will mich Google Maps auf die andere Seite schicken. Dem folge ich zwar nicht, aber merke es mir für die Rückfahrt.
Die Fahrt geht gemütlich weiter bis ich zu einem Freizeit- und Sportzentrum komme und ein wenig verwirrt über den Fortgang bin. Es liegt an einer hohen Brücke, auf deren anderen Seite Merzig liegt. Aber diese Brücke mag ich gar nicht, ist ziemlich weit, dort hochzukommen und fahre lieber weiter bis zur nächsten Brücke. Ja, die ist mir viel lieber, eine kleine Fußgängerbrücke.
Eigentlich wollte ich in die Innenstadt, aber änderte meine Pläne, als ich den schönen Hafen sah. Dort kann man gemütlich sitzen und was trinken, könnte sogar ein Boot mieten und ich legte eine Pause ein.
Und fuhr dann auf dieser anderen Seite zurück. Die erste Station war die Bietzener Heilquelle, sehr schön im Grünen angelegt. Kurz danach ist der Radweg auf dieser Seite unterbrochen, es geht für wenige Kilometer über die Landstraße, aber auch hier wieder auf einer Radspur. Der Weg unten an der Saar wird zur Zeit ausgebaut. Doch dann kam ich im Bereich Beckingen zum Saar Garten, und das ist etwas ganz Besonderes. Ein Garten für die ganze Familie, mit einem Kunstwerk, ganz außerordentlichen Spielgeräten und einem Bistro. Kurz bevor es dann an der Rehlinger Schleuse wieder auf die andere Seite ein gut besuchter Biergarten.
Alles in allem hat mir diese nördliche Route nach Merzig etwas besser gefallen, vor allem auch weil es ein richtiger Rundweg war, aber beide Touren sind schön.
Da aber meine 50 km noch nicht ganz voll waren fuhr ich noch nach Saarlouis und war überrascht. Es ist eine schöne Stadt, hat nur 37.000 Einwohner, aber eine ausgedehnte Altstadt mit vielen Lokalen und auch eine große Festungsanlage. Hier könnte ich wohnen. Nur das kulinarische Angebot, wenn auch reichlich, war nicht so meins. Weißenburg ist eher meine Stadt.





